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Fünf Dinge, die Du nicht von mir wissen wolltest...

Toby, den ich, als ich zu Weihnachten in der mittelhessischen Heimat war, die Ehre hatte persönlich kennenzulernen, hat mich eingeladen zu einem dieser Bloggerrunddinger. Ich soll fünf Dinge von mir erzählen, die Ihr wahrscheinlich noch nicht wisst. Nun denn, da könnte man charmante und weniger charmante Sachen erzählen. Ich hab mich für eine Mischung entschieden:

1. Ich war einmal nicht nur Abonnent der ‚Heavy, oder was?’, eines einschlägigen Heavy-Metal-Magazins und trug lange Haare, sondern auch stolzer Abonnent des ‚SRM-Sophisticated Rock Magazine’, ein kleines Fanzine für fundamentalistische Progressivrocker. Progressiv, das hieß Lieder mit Überlänge, sowie langen Soli (gerne auch mit Keyboards – grusel!), viel instrumentellem Gefrickel, mächtig Pathos und am besten das alles als Konzeptalbum. Heute kann ich nur noch selten und nur noch ganz Ausgewähltes aus diesem doch recht speziellen Liedgut hören, doch damals war ich überzeugt, die einzig wirklich wahre wahrhaftig authentische Musik gefunden zu haben und davon wollte ich natürlich auch andere überzeugen; Hauptargument: Die CD erschließt sich eben erst so ab dem 15. Durchlauf.

2. Ich bin bereits einmal um die Welt geflogen. Südafrika, Australien, Neuseeland, Kalifornien und New York waren die Stationen. Zwischendrin habe ich 3 Monate ein Praktikum bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Johannesburg, Südafrika, gemacht und für dieses unter anderem ein Forschungsbericht mit dem Titel  „Das Ende der Regenbogennation? Oder Ungleichheit im ‚neuen’ Südafrika“ verfasst.

3. Mein Bauchnabel ist eine hypermoderne, hyperreale Fusselfangstation; bereits zwei-drei Stunden nach erledigtem Vollwaschgang befindet sich eine formidable wie formbare Fusselmasse in diesem. Das muss irgendetwas mit der Erdumdrehung zu tun haben, denn als ich auf der südlichen Erdhalbkugel verweilte (siehe Punkt 2), war dem nicht so…

4. Ich bin Vegetarier, nicht, weil ich Tiere so liebe, sondern weil ich Pflanzen so hasse, Allerdings esse ich Fische, denn die schreien nicht, wenn sie geschlachtet werden.

5. Ich war ein äußerst ruhiges, leicht verträumtes wie leicht zufriedenzustellendes Kind. Meine Mutter konnte mich, wenn sie das Treppenhaus putzte, in der Wiege liegend dazustellen und ich war zufrieden anderen bei der Arbeit zusehen zu können. Meine Lieblingsanekdote: Meine Mutter schließt sich aus. Ich drin, sie draußen, sie klingelt, keine Reaktion. Dann klettert sie über den Balkon der Nachbarn, klopft von außen an die Balkontür, ich sitze vorm Fernseher, schaue kurz rüber, winke und seh` in aller Seelenruhe weiter fern…irgendwann hab ich dann aber doch aufgemacht.

Ich übergebe das Stöckchen an Onkel Toby, Freddi, Alex, Patrick und Hufi.      

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